Thema: Feldversuch eHighway an der BAB 1 in Schleswig-Holstein FESH1: Genehmigung und Bau einer elektrifizierten Strecke

Finanzierung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Forschungskennzahl: 16EM3124-1

Fördersumme: 4.622.000 €

Laufzeit: 01.01.2017 bis 31.05.2019

Projektleiter FuE-Zentrum: Jan Bachmann

Leadpartner: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein

Partner: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein | FuE-Zentrum FH Kiel GmbH

Kurzfassung: Ziel des Vorhabens FESH1 ist die Realisierung einer Pilotstrecke in Schleswig-Holstein auf der sechsstreifigen BAB 1 als Landbrücke zwischen dem Hafen Hamburg und dem Lübecker Hafen zur Energieversorgung elektrisch angetriebener schwerer Nutzfahrzeuge via Oberleitung im öffentlichen Straßenraum. Im zweijährigen Vorhaben wird die technische Infrastruktur für eine realitätsnahe Teststrecke für die Nutzung von Lkws mit Stromabnehmern im Bereich der BAB 1 bei Lübeck-Reinfeld geschaffen. Auf dem gewählten 6,5 Kilometer lange Autobahnabschnitt können sowohl Bau als auch Betrieb eines Oberleitungssystems in diesem Bereich relativ störungsfrei für die übrigen Verkehrsteilnehmer erfolgen. Ziel des Vorhabens ist die erfolgreiche Abnahme der Teststrecke am Ende der Projektlaufzeit nach Bau und Testbetrieb.

Auftragnehmer erstellen entlang der ausgewählten Strecke Gutachten und Fachbeiträge. Involvierte Verbände und Behörden sowie der Beirat werden zu Gesprächen eingeladen, damit sie ebenfalls in die Planung, Genehmigung und Errichtung der Infrastruktur eingebunden sind. Alle Dokumente, Gutachten, Fachbeiträge werden zusammengestellt, um eine Genehmigungsplanung zu erarbeiten. Nach Erstellung eines Leistungsverzeichnisses erfolgen eine europaweite Veröffentlichung des Auftrages sowie die anschließende Auftragsvergabe. Nach Baufreigabe errichtet der Bauunternehmer die Gleichstromunterwerke, baut die Fahrleitung und sorgt für den Anschluss an die Stromversorgung der Infrastruktur. Nach einem Testbetrieb mit einer Sattelzugmaschine mit seriellem Hybridsystem und Stromabnehmer wird die Infrastruktur abgenommen und freigegeben. Während der gesamten Projektlaufzeit erfolgt eine wissenschaftliche Begleitforschung durch die FH Kiel und die TU Dresden, die Messgeräte an der Strecke installieren und Feldversuche für einen mehrjährigen Erprobungsbetrieb ab 2019 vorbereiten.