Thema: Nachhaltige Innovationen im landwirtschaftlichen Bauwesen (OG InnoBau)

Finanzierung: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

Forschungskennzahl: keine

Fördersumme: 383.017 €

Laufzeit: 01.09.2015 bis 28.02.2019

Projektleiter: Prof. Dr. Urban Hellmuth

Kurzfassung: Die Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel ist ein wichtiges Standbein für die schleswig-holsteinische Landwirtschaft. Aufgrund der Standortgegebenheiten kommt der Tierhaltung eine bedeutende Rolle zu. Das Haltungssystem und dessen baulich-technische Ausstattung sowie Arbeitsprozesse und das Management nehmen direkten Einfluss auf das Wohl und die Gesundheit der Tiere und auf Emissionen des Haltungssystems. Neben baulichen und energetischen Optimierungen wirkt sich insbesondere die verbesserte Tiergesundheit positiv auf die Ressourceneffizienz und Betriebswirtschaftlichkeit der gesamten Produktion aus, da gesunde und vitale Tiere eine höhere Leistung und längere Lebensdauer aufweisen. Präventive Maßnahmen zur Steigerung der Tiergesundheit kommen zudem der Qualität und Sicherheit des erzeugten Lebensmittels entgegen, da insgesamt weniger Antibiotika eingesetzt werden müssen und somit auch die Gefahr von Antibiotikarückständen in Lebensmitteln sinkt.

Der Bedarf an einer fundierten und praxisgerechten Wissensvermittlung und Unterstützung, um die genannten positiven Wirkungen auf Tierwohl, Tiergesundheit, Ressourceneffizienz, Emissionen, Betriebswirtschaftlichkeit sowie Arbeitsbelastung und -beanspruchung zu erzielen, ist groß. Das Ziel der OG ist es daher, innovative und nachhaltige Konzepte für Bauvorhaben gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Betrieben zu entwickeln. Durch die konkreten Handlungs- und Managementempfehlungen an Betriebe sollen weiterhin fundierte Kenntnisse an Betriebe und Dienstleister vermittelt werden, um die Bewertungskompetenz und das Bewusstsein für wichtige Zusammenhänge im landwirtschaftlichen Bauen zu stärken und die Gefahr von Fehlinvestitionen zu verringern.

Die Zusammensetzung der OG „InnoBau“ eröffnet für alle Akteure neue innovative Möglichkeiten, mit denen zum einen der Bedarf an Wissenstransfer in die landwirtschaftliche Praxis für die vielfachen Facetten des nachhaltigen Bauwesens in einem Bottom-up-Prozess ermittelt wird. Zum anderen wird der Bedarf an z.B. Weiterbildung, Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie an Pilotprojekten bzw. landwirtschaftlichen Pilotbetrieben adäquat, sowohl standort- als auch situationsbezogen, befriedigt.