Thema: Verbundvorhaben: Entwicklung und Bau einer mobilen Versuchseinrichtung zur Erprobung von Spannungsqualitäts-Optimierungsstrategien in Niederspannungsnetzen; Teilvorhaben: Aufbau einer mobilen Versuchseinrichtung für Messungen im Niederspannungsnetz und Erstellung der Mess- und Analysesoftware

Finanzierung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Forschungskennzahl: 0325377A

Fördersumme: 562.763 €

Laufzeit: 01.01.2012 - 31.12.2015

Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Hinrichs

Kurzfassung: Um zukünftig eine zuverlässige und qualitativ gute Spannungsversorgung aufrecht erhalten zu können, müssen sich in absehbarer Zeit auch die dezentralen Einspeiseeinheiten an der Erbringung von Systemdienstleistung und an Maßnahmen zur Verbesserung der Netzqualität beteiligen. In dem beantragten Vorhaben soll eine mobile Versuchseinrichtung für Niederspannungsnetze entwickelt, gebaut und in Betrieb genommen werden, um alle wesentlichen Netzeigenschaften (Oberschwingungsspannungs-Vorbelastung, Netzimpedanz und resultierender Oberschwingungsstrom) messen zu können. Auf Basis dieser Netzeigenschaften werden Sollwerte für die Phasenlagen der Oberschwingungsströme bestimmt, die als Sollwerte für die Umrichter der regenerativen Erzeugungsanlagen verwendet werden können. Diese Vorgehensweise soll in unterschiedlichen Niederspannungsnetzen getestet werden. Aus den Messungen lassen sich Strategien zur Optimierung der Oberschwingungsspannung im Anschlussknoten erarbeiten. Den Kern der mobilen Versuchseinrichtung bildet ein Niederfrequenz-Mittelfrequenz-Messstrom-Generator mit dem das Netz gezielt mit Unter- und Oberschwingungsströmen angeregt wird. Das Messsystem wird für zwei räumlich voneinander getrennte Stationen entworfen, entwickelt, gebaut und in Betrieb genommen. Zuerst werden Referenz- wie auch Detailmessungen im Labor durchgeführt, bevor Feldmessungen und Tests in realen Niederspannungsnetzen mit einem hohen Anteil regenerativer Einspeiseeinrichtungen der E.ON Hanse folgen.