Thema: Kl-Fachkräftemangel- Komponentenbasierte künstliche Intelligenz zum außer- und innerbetrieblichen Umgang mit dem Fachkräftemangel und seinen Auswirkungen

Finanzierung: Förderung mit Landesmitteln nach Maßgabe der „Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in Schleswig-Holstein (Kl-Förderrichtlinie)“

Forschungskennzahl: 220 23 031

Fördersumme: 1.082.812,00 €

Laufzeit: 01.01.2024 bis 31.12.2026

Projektleiter: Prof. Dr. Stephan Schneider

Projektpartner: Fachhochschule Kiel | Bäckerei Günther | Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein | Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein | IHK Flensburg | CTO b+m Informatik AG

Kurzfassung: Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt ist omnipräsent, branchenübergreifend und wird zunehmend zu einem ernsthaften Problem. Das anvisierte Forschungsvorhaben verfolgt das Ziel, Einsatzpotenziale von künstlicher Intelligenz für den Arbeitsmarkt zur Begegnung des Fachkräftemangels zu erschließen und ein modulares KI-System, das aus diversen vortrainierten KI-Modellen unterschiedlichen Typs besteht, zu entwickeln. Dieses KI-System soll den Betrieben dabei helfen, optimale Passungen zwischen Arbeits- und Fachkräften und den Betrieben zu erreichen. Dadurch sollen die Chancen auf einen Arbeits- und Fachkräftegewinn ebenso gefördert und erhöht werden, wie die mittel- oder gar langfristige Bindung der Arbeits- und Fachkräfte an die Betriebe. Des Weiteren soll das KI-System für eine teilweise Automation von Prozessen im Personalwesen, der Querschnittfunktion eines Betriebs, die sich Themen rund um den Arbeitsmarkt den Betrieb betreffend annimmt, sorgen.

Zum Umgang und zur Begegnung der Problematiken und den enormen Herausforderungen rund um den Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt und seinen vielfältigen außer- und innerbetrieblichen Auswirkungen sieht die Projektierung die Konzeption und Realisierung eines umfassenden, integrierten und standardisierten KI-Systems als Forschungsziel vor:

  • Umfassend. Das KI-System besteht aus einer Vielzahl an Modulen, die in ihrer Gesamtheit die unterschiedlichsten, im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel stehenden außer- und innerbetrieblichen Aufgaben unterstützen und zu deren Erfüllung beitragen. Es ist ein modular aufgebautes Ensemble diverser KI-Teilsysteme, die zu einem KI-Baukastensystem geformt sind.
  • Integriert. Die Module des KI-Systems sind untereinander in ihren Funktionsweisen aufeinander abgestimmt, so dass die erwähnten unterschiedlichsten Aufgaben eines Betriebs durchgängig und ohne Medienbruch unterstützt werden.
  • Standardisiert. Die Module des KI-Systems sind das Ergebnis eines Normierungsprozesses und somit verallgemeinerte Komponenten, die auf Erkenntnissen bzw. Erfahrungen fußen, die weithin als anerkannt, etabliert und akzeptiert gelten. Die aus Erfahrungswissen abgeleiteten Module folgen demnach einem de-facto-Standard und können von Betrieben jeglicher Art eingesetzt werden. Im Rahmen des Normierungsprozesses werden (i) themenbezogene Erkenntnisse aus verschiedenen Domänen, u.a. (Arbeits- und Organisations-)Psychologie, Neurowissenschaft, Soziologie, Generationenforschung, Personalwissenschaft und Marketing, zusammengetragen, aufbereitet und konsolidiert, (ii) daraus relevante Merkmale extrahiert und (iii) diese für empirische Zwecke operationalisiert, so dass sie von den einzelnen KI-Modulen verarbeitet und gelernt werden.