Thema: Increase ecological value of aquatic installations by an ecological modular attached multi-use growth system (ECOMUG)
Finanzierung: Programma Natuurversterking Noordzee (PNN) des niederländischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Natur (LVVN)
Fördersumme: 48.960,00 €
Laufzeit: 01.11.2025 - 31.10.2026
Projektleiterin: Eva Strothotte
Projektpartner: FuE-Zentrum FH Kiel GmbH | The Rich North Sea
Kurzfassung: Künstliche Riffe (Artificial Reefs, AR) und naturintegriertes Design (Nature-Inclusive Design, NID) bieten neue Möglichkeiten, marine Lebensräume zu fördern und den Folgen menschlicher Eingriffe entgegenzuwirken. Das Projekt zielt darauf ab, ein wissenschaftlich fundiertes, anpassungsfähiges NID-System zu entwickeln und zu testen, das gezielt die Wiederherstellung von zum Beispiel Fischhabitaten unterstützt.
In der Kieler Förde werden modulare Riffstrukturen auf ihre technische Funktionalität, Stabilität und Handhabung untersucht. Dabei werden bereits bestehende Infrastrukturen aufgewertet und doppelt genutzt. Somit werden keine zusätzlichen Infrastrukturen eingebracht. Es kommen neu entwickelte, umweltschonende Verankerungstechniken zum Einsatz, die flexible Installationen ohne aufwändige Taucharbeiten ermöglichen. Zusätzlich werden Monitoringkonzepte geprüft, um die ökologischen Effekte der Installationen wissenschaftlich zu belegen.
Durch den Einsatz strukturreicher Oberflächen soll die Komplexität des Lebensraums erhöht und die Ansiedlung verschiedener Arten gefördert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von NID-Prototypen für juveniler kommerziell bedeutender oder auch geschützter Fischarten.
Darüber hinaus werden Möglichkeiten geprüft, die entwickelten Systeme auch im Offshore-Bereich, etwa an bestehenden Infrastrukturen wie Windkraftanlagen oder Dalben, einzusetzen. So können Synergieeffekte mit bestehenden Anlagen genutzt und neue Mehrfachnutzungsansätze im maritimen Raum geschaffen werden. Ziel ist es, ein skalierbares, ökologisch wirksames und technisch robustes Konzept für zukünftige Offshore-NID-Anwendungen bereitzustellen.
Team: Das Projekt wird seitens des FuE-Zentrum von Eva Strothotte und Tim Staufenberger geleitet und von Mats Heitzmann und Jael Kahlenberg Caso umgesetzt.
Mats Heitzmann ist Meeresbiologe mit Fokus auf Biodiversität und aquatische Lebensräume. Im Projekt verantwortet er die ökologische Entwicklung und wissenschaftliche Validierung und sorgt für die Ökologische Wirksamkeit der Künstlichen Riffe.
Jael Kahlenberg Caso hat Architektur mit Schwerpunkt auf nachhaltiges Design und digitale Fertigung studiert. Sie ist für die Gestaltung und Entwicklung der künstlichen Riffe zuständig und verbindet technologische Umsetzung mit dem Ansatz des Nature-Inclusive Design.