ULTFARMS stellt Projekt bei der EU vor

11. Februar 2026

Vom 2. bis 6. März präsentieren Forschende des EU-Projekts ULTFARMS ihre Ergebnisse und Erkenntnisse auf den European Ocean Days in Brüssel. Bereits im Dezember 2025 stellten Eva Strothotte (Project Manager, Senior Biologist, R&D FuE-Zentrum FH Kiel Gmb) und Thomas Kerkhove (Marine Biologist, Royal Belgian Institute of Natural Sciences) ULTFARMS auf einer Veranstaltung im EU-Parlament vor.

Die Ozeane bedecken rund 71 Prozent der Erde. Sie bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, liefern Sauerstoff und regulieren das Klima. Kurzum: Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems. Darauf machen vom 2. Bis zum 6. März die European Ocean Days in Brüssel aufmerksam. Eine Woche lang dreht sich alles um den Wohlstand, die Wettbewerbsfähigkeit, die Sicherheit und die Nachhaltigkeit unserer Ozeane.

Mit dabei: ULTFARMS. Die Forschenden im EU-Projekt gestalten die Zukunft von Aquakulturen mit niedrigem Trophiegrad (LTA) aktiv mit. Dazu entwickeln sie neuartige technische, ökologische und biologische Prozesse, um die Produktion von Aquakulturen unter rauen Offshore-Bedingungen oder auch bei niedrigem Salzgehalt zu optimieren. Die Aquakulturen integrieren die Forschenden auch in Offshore-Windparks.

Bereits im Dezember 2025 wurden Eva Strothotte (Project Manager, Senior Biologist, R&D FuE-Zentrum FH Kiel GmbH) und Thomas Kerkhove (Marine Biologist, Royal Belgian Institute of Natural Sciences) nach Brüssel eingeladen. Dort präsentierten sie die Ergebnisse des Projekts auf einer Veranstaltung, die von der Europaabgeordneten Isabella Lövin (Fraktion Grüne/EFA) ausgerichtet und von der Coalition Clean Baltic und Seas At Risk mitorganisiert wurde.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden eine Plattform, um die Chancen, Herausforderungen und regulatorischen Wege für die Mehrfachnutzung von Offshore-Windenergie und kleiner Fischerei in europäischen Gewässern vorzustellen und zu diskutieren. Die wichtigsten Erkenntnisse für die Anwesenden:

  • Der Ausbau der Offshore-Windenergie ist unerlässlich. Nur so kann die Weltgemeinschaft die Klimaziele erreichen. Doch der Ausbau müsse Grenzen berücksichtigen, um die entscheidende Rolle des Ozeans bei der Eindämmung des Klimawandels zu erhalten. Außerdem müssen die Verantwortlichen Meeresschutz- und Biodiversitätsgebiete beim Ausbau der Offshore-Windenergie schützen.
  • Eine klare politische Linie ist laut den Teilnehmenden der Schlüssel, um Mehrzweckstrategien erfolgreich umzusetzen. Außerdem verbessern sie den ökologischen Zustand der EU-Meeresregionen. Das bevorstehende Meeresgesetz bietet die Gelegenheit, diese klare politische Linie zu verwirklichen.
  • Die gemeinsame Nutzung von Gebieten durch kleine Fischereibetriebe und Offshore-Windparks sollte zur Verringerung von Konflikten beitragen und im Rahmen der Tragfähigkeit der Meeresökosysteme entwickelt werden.
  • Laut den Teilnehmenden ist eine Langzeitüberwachung der Umwelt entscheidend, um die Auswirkungen der Mehrfachnutzung zu verstehen. Darüber hinaus ermöglicht es, ihre praktische Funktionsweise zu verstehen sowie den Wissensaustausch zu fördern.
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist wichtig: Nur so kann man die Auswirkungen bewerten und verringern. Außerdem wird es laut den Teilnehmenden möglich, die Kohärenz zwischen den nationalen Politiken zur Mehrfachnutzung sicherzustellen und den Daten- und Wissensaustausch zu fördern.
  • Die Zusammenarbeit mit Blick auf die Meeresbecken muss durch einen standortspezifischen Ansatz ergänzt werden, bei dem alle Parteien die Mehrfachnutzung bereits in der Planungsphase vereinbaren. Das ermöglicht es, Themen wie Sicherheit, Versicherung und Genehmigungen frühzeitig zu berücksichtigt. Außerdem kann man alle Interessengruppen von Anfang an aktiv einbeziehen.

Mehr Infos unter: ultfarms.eu

Im Dezember 2025 präsentierten Eva Strothotte (4. v. l) und Thomas Kerkhove (3. v. l.) ULTFARMS auf einer Veranstaltung im EU-Parlament. Die Europaabgeordnete Isabella Lövin (Mitte) richtete die Veranstaltung aus.