Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz Schleswig-Holstein geht in die Verlängerung

22. März 2019

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien - Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Solarenergie sowie Windenergie an Land und auf See - ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Die Landesregierung möchte Innovationen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Lande realisieren.

Um Innovationen zu ermöglichen, fördert das Land FuE-Projekte und das Kompetenzzentrum EEK.SH, um die Hochschulen beim Technologietransfer und in der Zusammenarbeit mit schleswig-holsteinischen Unternehmen zu unterstützen. Dieser erfolgreiche Technologietransfer geht nun in die zweite Runde. Heute überreichte Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, auf der Messe New Energy Days einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro, davon sind rund 1 Mio. EFRE und 0,6 Mio. Landesmittel, aus dem Landesprogramm Wirtschaft. Entgegengenommen wurde der Bescheid von Herrn Björn Lehmann-Matthaei, Geschäftsführer der Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH und Professor Alois Schaffarczyk, einer der Sprecher des Kompetenzzentrums.

Dazu führt Minister Dr. Buchholz aus: „Für mich spielt das Kompetenzzentrum bei der Umsetzung der regionalen Innovationsstrategie und der Industriepolitik Schleswig-Holsteins eine wichtige Rolle. Die Verwertung des mit erneuerbaren Energien erzeugten Strom durch eine Sektorenkopplung einschließlich der Erzeugung von Wasserstoff wird für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Lande bedeutsamer. Hier sehe ich noch viel Potenzial für innovative Mittelständler und Start-ups.“

Die Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH ist der Projektträger des EEK.SH. Das Kompetenzzentrum wird weitere vier Jahre aus dem Landesprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Das EEK.SH ist in Schleswig-Holstein seit 2015 zentraler Ansprechpartner für den Wissens- und Technologietransfer im Bereich regenerativer Energien. Energiethemen wie E-Mobilität, Intelligentes Bauen, Wasserstoff, Bioökonomie und Digitalisierung werden in der zweiten Phase zusätzlich zum bestehenden Portfolio integriert, um Fragen zur Energieeffizienz und -koppelung, die eine energieträgerübergreifende und praxisorientierte Betrachtung des Themas in der Forschung notwendig machen, zu begegnen. Das Verbundprojekt der schleswig-holsteinischen Hochschulen begegnet so den erwartbaren Herausforderungen des Energiewendelandes.

„Der Wissens- und Technologietransfer ist dem EEK.SH ein zentrales Anliegen. Das Know-how der Hochschulen wird gebündelt, die verschiedenen Akteure miteinander vernetzt, um so wirtschaftlich nutzbare Innovationen aus der Forschung voranzubringen“, erläutert EEK.SH-Sprecher Professor Schaffarczyk. Das EEK.SH initiiert Forschungsprojekte, vermittelt Fachkompetenzen, organisiert Veranstaltungsreihen und entwickelt ergänzende Weiterbildungsangebote zum hochschulischen Angebot.