bluprint lab für GATEWAY49-Förderung ausgewählt
bluprint lab entwickelt 3D-gedruckter Riffe, die in Hafengebieten für neue Meereslebensräume sorgen. Jetzt haben die Gründer*innen die GATEWAY49-Förderung erhalten. Die FuE-Zentrum FH Kiel GmbH hat sie bei ihren Vorbereitungen unterstützt.
„Wir stellen Hotels für Fische her“, sagt Jael Kahlenberg Caso, Mitgründerin von bluprint lab. Was zuerst wie eine Spielerei klingt, hat einen wichtigen Hintergrund. Die „Hotels“ sind nichts anderes als 3D-gedruckte Riffe. In maritimen Infrastrukturen, wie Häfen, sorgen sie für neue Meereslebensräume und stärken die Biodiversität. „Die Riffe drucken wir aus Ton“, erklärt Mitgründer Mats Heitzmann. Das Material ist eigentlich ein Abfallprodukt, das auf Baustellen anfällt. Und so beherbergt ein ehemaliges Abfallprodukt neues Leben – Kreislaufwirtschaft at its best.
Doch wie muss ein 3D-gedrucktes Riff aussehen? „Je komplexer die Struktur ist, desto besser ist es für die maritime Umwelt“, erklärt Heitzmann. Und dementsprechend hat das Produkt viele Nischen und Hohlräume. Der 3D-Druck kommt diesen Anforderungen entgegen: Schicht für Schicht trägt die Maschine das Material auf. Kahlenberg Caso: „Durch die verschiedenen Layer die beim Drucken entstehen, haben wir schon eine erste Struktur im Bauteil“. Oftmals schleifen Hersteller von 3D-gedruckten Bauteilen diese raue Oberfläche glatt, doch hier hat sie Funktion.
Mitte Februar haben die Gründer*innen für ihre Idee die GATEWAY49-Förderung erhalten. Diese unterstützt sie mit bis zu 35 000 Euro und einem neunmonatigen Mentoring. Mitte Dezember vergangenen Jahres bewarben sich Kahlenberg Caso und Heitzmann mit ihrer Idee. Bei ihren Vorbereitungen erhielten die beiden auch Unterstützung von der FuE-Zentrum FH Kiel GmbH. Schlussendlich setzten sie sich gegen 158 Bewerbungen durch von denen 15 jetzt die Förderung erhalten. Die Förderung ist Teil des StartUp-Accelerator GATEWAY49, der vom Technikzentrum Lübeck gemeinsam mit der IHK zu Lübeck und glocal consult ins Leben gerufen wurde.
Was die jungen Gründer*innen mit dem Geld machen möchten? „Wir werden es dazu nutzen, um unseren Businessplan weiterzuentwickeln“, sagt Kahlenberg Caso. Mats Heitzmann ergänzt: „Außerdem wollen wir eine eigene Produktion aufbauen, denn bisher haben wir unsere Prototypen außer Haus drucken lassen.“ Auch eigene Unterwasserkameras möchten sich die beiden anschaffen.