Simulation von Auskolkungsvorgängen an den Gründungsstrukturen von FINO3 und FINO1

Das Vorhaben befasst sich mit der Gründung von Offshore-Windenergieanlagen und dem in diesem Zusammenhang wichtigen Phänomen der Auskolkung. Grundlage eines sicheren aber auch wirtschaftlichen Designs jeder Offshore-Windenergieanlage ist die richtige Dimensionierung der Gründung und der Unterstruktur. Dabei ist ein wesentlicher Faktor der zu berücksichtigende Kolk. Darunter versteht man die Auswaschung von Sediment am Gewässerboden durch Strömung um das Bauwerk. Kolk schwächt die Gründung eines Offshore-Bauwerkes erheblich.

Ziel des Vorhabens ist es, Prognosemethoden aus jüngsten Forschungsarbeiten von auf dem Gebiet international führenden Instituten zu implementieren und damit den Auskolkungsvorgang an den Forschungsplattformen FINO1 und FINO3 zu modellieren und zu simulieren. Für beide Forschungsplattformen sind bereits umfangreiche Messungen des Auskolkungsvorganges vorhanden.

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) fördert das Projekt mit Landesmitteln nach Maßgabe der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Technologietransfer (FIT-Richtlinie) bis Ende Juli 2017. Projektleiter ist Dr.-Ing. Kai Graf, Professor im Institut für Schiffbau am Fachbereich Maschinenwesen der Fachhochschule Kiel.

Im Rahmen des Projektes soll ein Erfahrungsaustausch sowie eine Kooperation mit Partnern aus Nantes, Frankreich, stattfinden. Es ist sowohl der Erfahrungsaustausch zu den Themen „Korrosionskontrolle an Offshore-Bauwerken“, „Offshore-Struktursimulation“ sowie „Offshore-Überwachung des Marinen Bewuchs“ als auch die Erprobung eines von der Universität Nantes entwickelten Korrosionsüberwachungssensors auf der FINO3-Plattform geplant.