Dem FuE-Zentrum wurde die Durchführung des Projekts eHighway übertragen

06. April 2017

Ziel der schleswig-holsteinischen Landesregierung ist es, verstärkt auf E-Mobilität zu setzen, um unabhängiger von fossiler Energie zu werden und die vom Verkehrsbereich verursachten Treibhausgas-Emissionen zu verringern.

Vor allem der Schwerlastverkehr trägt erheblich zu den Treibhausgas-Emissionen bei. Das von der Siemens AG entwickelte eHighway-System könnte eine innovative Lösung für den Güterverkehr bringen. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein (MWAVT) hat sich zum Ziel gesetzt, dieses eHighway-System im laufenden Straßenverkehr unter realen Bedingungen zu testen. Im Projekt „Feldversuch eHighway an der BAB 1 in Schleswig-Holstein“ soll bis Ende 2018 beidseitig auf sechs Kilometer Länge eine elektrifizierte Strecke an der A1 zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck geplant, gebaut und in Betrieb genommen werden.

Ab 2019 soll der vierjährige Testbetrieb der eHighway-Lkw auf dieser Strecke erfolgen. Die Elektromotoren der Hybrid-Lkws werden beim Befahren der Teststrecke über stromführende Oberleitungen und den aktiven Stromabnehmer mit Energie versorgt. Gleichzeitig werden die mitgeführten Batterien aufgeladen.

Das FuE-Zentrum hat bereits letztes Jahr das MWAVT und das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) bei der Beantragung des Vorhabens sehr unterstützt. Am 3. Februar diesen Jahres wurde der Zuwendungsbescheid vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) an das MWAVT übergeben.

Das MWAVT hat mit dem FuE-Zentrum einen Vertrag zur Durchführung des Projektes „eHighway“ auf Grundlage des Projektantrages geschlossen. Am FuE-Zentrum arbeitet seit Anfang des Jahres ein Team aus Ingenieuren an der Umsetzung des Vorhabens. Im Frühjahr 2018 soll voraussichtlich mit dem Bau der Strecke begonnen werden. Das Projekt wird vom BMUB mit Bundeshaushaltsmitteln des Förderprogramms „Erneuerbar Mobil“ aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm gefördert.